Irrtümer über das Sprachen lernen

Die Mythen im Überblick

Mythos 1: Ältere Menschen sind schlecht im Erlernen einer Sprache

Jüngste Forschungen haben gezeigt das dies nicht der Fall ist:

  • es gibt kein Nachlassen der Lernfähigkeit von Älteren
  • die Lernmethode ist entscheidend für den Lernerfolg

Ältere können also genauso erfolgreich eine Sprache lernen wie Jüngere. Abgesehen von kleineren Handicaps wie einem eventuellem Nachlassen der Hörfähigkeit oder des Augenlichts haben sie keine Nachteile, wenn die Lernmethoden entsprechend gestaltet.

Lernunterschiede zwischen Älteren und Jüngeren

Schwerpunkt des Lernens im herkömmlichen Unterricht liegt oft auf Übungen zum Auswendiglernen unter Benutzung des Kurzzeitgedächtnis oder auf Übungen die Schnelligkeit erfordern. Dies sind Stärken von jüngeren Schülern. Ältere haben bei dieser Art des Unterrichts oft das Gefühl, zu alt zum Lernen einer Sprache zu sein.

Die Stärken von Älteren liegen eher in der Integration von Neuem in vorhandenes Wissen. Auch sind bei Älteren die Gehirnbereiche, die für das Erkennen von Semantik und Grammatik verantwortlich sind weiter entwickelt. Auf Grund ihrer Lebenserfahrung können Ältere weitreichendere Assoziationen und Verallgemeinerungen machen und auf im Laufe ihres Lebens angeeignete Lerntechniken zurückgreifen.

Fazit:

Ältere sind gegenüber Jüngeren nicht die schlechteren Sprachlerner. Sie lernen anders. Im Anfangsstadium des Spracherwerbs sind sie sogar schneller beim Aufbau einer brauchbare Kommunikationsgrundlage. Jüngere haben hingegen einen Vorteil wenn es darum geht die Perfektion eines Muttersprachlers in der Aussprache zu erreichen.

Mit Methoden wie:

  • einem interessantem und auf das Lernziel zugeschnittenem Inhalt
  • dem Schwerpunkt auf das Hörverständnis am Anfang des Spracherwerbs
  • einem verzögertem aktiven Sprechen nach ausreichendem Aufbau von Sprachmustern durch vieles Hören

steht dem Lernerfolg für Ältere nichts im Wege.

Weblinks, Quellen

2. November 2011

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